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Dass der Aquavit seinen Namen vom Lebenswasser, dem lateinischen »Aqua vitae«, ableitet, würde Halvor Heuch sofort unterschreiben. Denn der 74-jährige Norweger hat sein ganzes Berufsleben der nordischen Kümmel-spirituose gewidmet. Heute trifft man ihn in Stange nördlich von Oslo, wo der Mann mit dem weißen Vollbart aber nicht Golf spielt. Sein Reich befindet sich neben den Fairways in der Destillerie »Atlungstad«, in der er nach wie vor Aquavit erzeugt. Die 1855 gegründete Brennerei arbeitet mit Kartoffelbrand, in den dann Kümmel eingelegt wird, ehe er erneut destilliert wird. Dieses Verfahren ähnelt dem Gin, nur dass für Aquavit statt Wacholder eben Kümmel oder Dille verwendet werden muß.
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