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Als eine Art wohnliche Introvertiertheit beschreibt Architekt Marek Štěpán das von ihm konzipierte Atriumhaus. »Es schafft eine geschützte innere Wohnlandschaft mit viel Licht und frischer Luft, gleichzeitig ermöglicht es Durchblicke in die Umgebung.« Den Schwerpunkt des kürzlich ausgezeichneten Architekturjuwels bildet das Atrium – eine Bauform, die ihren Ursprung bereits in der Antike hat. »Angelehnt an die Historie wollte ich eine innere Anordnung schaffen, in der sich Menschen natürlich bewegen können, in der sie wie Fische im Wasser schwimmen. Ein rundum entspanntes Wohnen, bei dem man unterbewusst weiß, wo sich alles befindet.« Was moderne Atriumhäuser von ihren architektonischen Ahnen unterscheidet, sind die Säulen. Denn die fehlen heute. Und auch die Nutzung der Räume ist eine andere. Während im alten Rom, in Griechenland oder Ägypten gerade die Innenhöfe repräsentative Empfangsorte und gesellschaftliche Treffpunkte waren, dienen sie nun als private Rückzugsorte, abgeschirmt vom umliegenden Trubel. »Atriumhäuser gruppieren ihre Wohn- und Aufenthaltsräume sowie Nebenräume um einen Hof«, skizziert Gabriele Hochholdinger-Knauer von Knauer Architekten ZT das Wesentliche der Gebäudestruktur.
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