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Die Geschichte der Spiegel reicht bis in die Antike zurück. Schon im 6. Jahrtausend v. Chr. polierten Menschen Obsidian, um darin ihr Spiegelbild zu sehen. Später nutzten die Ägypter Metallscheiben aus Bronze oder Kupfer. Erst im Mittelalter gelang es, Glas mit einer reflektierenden Schicht zu versehen – ein Durchbruch, der Spiegel allmählich alltagstauglich machte. Berühmt wurden vor allem die venezianischen Spiegel aus Murano im 16. Jahrhundert. Sie galten als Inbegriff von Luxus: Aufwendig geschliffen, mit Ornamenten verziert und nur für Könige, Fürsten oder wohlhabende Kaufleute erschwinglich. Nicht umsonst findet man bis heute im Spiegelsaal von Versailles das vielleicht prächtigste Beispiel für die Faszination Spiegel in der Architekturgeschichte.
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