Stadtflucht: Ein Virus als stärkster Treiber

Wojciech Czaja, 19.10.2020

Die Corona-Pandemie hat den internationalen Immobilienmarkt in seinen Grundfesten erschüttert. Allein in New York haben mehr als 400.000 Menschen die Großstadt verlassen – und wohnen nun in Suburbs und ländlichen Regionen. Die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Stadtflucht sind gewaltig.

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Eine Woche vor dem Lockdown hat ­er einen gebrauchten Mercedes GLC 300 mit Anhängerkupplung gekauft, einen U-Haul-Cargo-Trailer gemietet und sein ganzes Hab und Gut, private Dinge wie auch Arbeitsutensilien, bis zum letzten Kubikzentimeter hineingestopft. »Ich lebte bereits ein paar Jahre in San Francisco, tolle Lage, hoch dotierter Job, und hatte eine Fernbeziehung mit meiner Freundin Anna, die zum damaligen Zeitpunkt noch in Washington, D.C., wohnte«, sagt Phil Salesses. »Doch mit der Verschlimmerung der Covid-Situa­tion war klar, dass ich dem Gefängnis Großstadt entgehen muss. Und ja, der Blick nach China und Europa zeigte uns, dass uns in der Tat schlimme, dramatische Monate bevorstehen würden.«

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