Typisch untypisch: Österreichisches Design

Manfred Gram, 04.07.2025

Design definiert sich heute stärker durch Haltung als durch Herkunft. Zentral dafür: internationale Netzwerke und individuelle Zugänge. Eine kleine Spurensuche zwischen globalen Strömungen, regionalen Prägungen – und der Frage, ob »österreichisches Design« überhaupt noch ein sinnvolles Label ist.

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Vielleicht sollte man an dieser Stelle die durchaus relevante Frage aufwerfen, ob es heute noch zeitgemäß ist, über ein »typisches Länderdesign« zu schreiben und entsprechende Typologisierungen vorzunehmen. Deutsche Nüchternheit, skandinavischer Minimalismus, italienische Eleganz – das alles mag seine Berechtigung haben, doch verschwimmen im Zeitalter globaler Netzwerke nicht diese Grenzen zunehmend oder lösen sich gar ganz auf? Und wie positioniert sich österreichisches Design in dieser Reihe? Ist es nicht vielmehr so, dass regionale Prägungen und Themen inzwischen irgendwo zwischen internationalen Einflüssen und individuellen Gestaltungsideen elegant eingebettet und gut aufgehoben sind? Kombinieren Kreative im Design nicht aktuell eher ihre persönliche Handschrift mit universellen Gestaltungsprinzipien? Frei nach Schnauze Steile Thesen?

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