Under Cover: Sonnenschirme als Statement

Elisabeth Klokar, 17.07.2025

Der Sonnenschirm ist ein schwebendes Stück Geschichte mit wechselnden Codes. Heute steht er mehr denn je für ein stilvolles Bekenntnis zu Luxus, Schutz, Vergnügen und einem Hauch von Grandezza.

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Was heute über Daybeds an Ibizas Stränden schwingt, war einst der Elite vorbehalten: Vom alten Ägypten bis nach China galt der Schirm als repräsentatives Statussymbol und diente Personen von Rang. Bei den Griechen hieß er »skiadion«, bei den Römern »umbella«. Selbst Dichter Ovid erwähnte ihn als zierliches Accessoire feiner Damen. Im Renaissance-Europa boten hochrangige Schirmherren symbolischen Schutz – ein Begriff, der sich bis heute hält, wenn prominente Persönlichkeiten eine »Schirmherrschaft« übernehmen. Während der Prestigegedanke länger mit dem Schirm verknüpft blieb, demokratisierte sich sein Zweck mit der Zeit. Im 17. Jahrhundert fanden vor Sonne schützende Seiden- oder Leinengespanne als »parapluie« Eingang in die Garderoben der wohlhabenden Gesellschaft.

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