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Übermütig siehts nicht aus, dieses kleine Gartenhaus, allen, die sich drin genährt, ward ein guter Mut beschert.« Es hat sich einiges getan, seit Goethe, selbst Besitzer eines Gartenhauses, diese Zeilen zu Papier gebracht hat. Die Refugien im Garten waren durch die Epochen hindurch fixer Bestandteil des Wohnens, insbesondere Künstler:innen zog es draußen nach drinnen. Die Typologien änderten sich, die kulturellen Eigenheiten blieben. In Österreich kannte man im 19. Jahrhundert das Salettl, heute spricht man vom Tiny House, vom Kubus oder Pavillon, und es gestaltet sich zumeist internationaler. Beispiel: der Spa-Pavillon des Architekturbüros smartvoll in Hinterbrühl. Hier wurde im Bestand gearbeitet, was die enorme Innenfläche von 100 Quadratmeter erklärt. Ein kompletter Neubau in dieser Größenordnung wäre für Architekt Philipp Buxbaum nicht vertretbar, wie er im Interview klar sagt. Was smartvoll hier geschaffen hat, gleicht einem Kunstwerk aus Stein, genauer gesagt Rauriser Quarzit. Die vertikalen Scheiben wirken nicht wie Wände, die horizontalen nicht wie Dächer. Die Wände durchstoßen und überragen die Deckenplatten, die Dachelemente scheinen zu schweben. Diese Struktur öffnet die Sicht und verschließt die Einsicht.
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