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Looshaus, Secession, Albertina-Flugdach, Haas-Haus, mumok – die Liste streitbarer Architektur in Wien ist lang – und ist es immer gewesen. Denn Architektur ist stets ein der Zeit und dem Zeitgeist verhaftetes Entwicklungsgebiet, eine Spielwiese, wenn man so möchte, auf der die einen nach Belieben herumtollen wollen und die anderen Regeln festlegen, damit es nicht zu bunt hergeht. Mit dem Blick auf Wiens Dächer und Fassaden staunt man dabei manchmal nicht schlecht angesichts der äußerst gewagten und eigenwilligen Dachaufbauten sowie Fassadenneugestaltungen. Ein Rooftop wie in der Falkenstraße beispielsweise sucht man in anderen historischen Städten, wie etwa München oder Salzburg, jedenfalls lange. Auch das Hotel »Topazz Lamée« sticht aus dem Zinshausensemble an der Kreuzung Rotgasse/ Lichtensteg im ersten Wiener Gemeindebezirk heraus. Aber stören diese neuartigen Gebilde das Stadtbild, sind sie eine Aufwertung oder (in Bezug auf Dachaufbauten) gar ein notwendiges Übel im Sinne der Nachverdichtung?
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