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Eine Stadt aus Sand? »Warum eigentlich nicht? Immerhin ist Sand jenes Material, das im Wüstenstaat Saudi-Arabien am häufigsten vorkommt«, sagt der Londoner Architekt Arthur Mamou-Mani, -Experte für parametrisches Design und innovative Bautechnologien. »Zudem ist Sand ein ökologischer Baustoff, der eines Tages wieder zu dem verfallen wird, was es mal war. Das ist -Cradle to Cradle pur. Nachhaltiger und ressourcenschonender kann man nicht bauen.« Gemeinsam mit dem österreichischen Büro Studio Precht entwickelte er für die saudi-arabische Stadt Diryah eine Platzgestaltung mit sandigen Bänken, Pflanzentrögen und Schattenspendern, 58 unterschiedliche Module an der Zahl, die allesamt im 3D-Druck hergestellt wurden. Dank dem dreidimensionalen Druck sind die feinsten und abenteuerlichsten Formen baubar. Die Freiheit der Form hat in den letzten Wochen zahlreiche Leben gerettet. Denn nicht nur große Objekte wie Häuser, Brücken, Autos, Stühle und Schuhe lassen sich auf Wunsch dreidimensional drucken, sondern auch kleine Preziosen wie etwa Schmuck, Schokopralinen – und dringend benötigte Ersatzteile in der Medizin. Als in der nord-italienischen Provinz Lombardei im Zuge der Corona-Krise Anfang März die Ventile mehrerer Beatmungsgeräte defekt wurden, drohten einige Dutzend Patienten zu ersticken. Die Lösung lieferte Massimo Temporelli, 3D-Druckexperte und Gründer des Mailänder -Studios FabLab. Er packte seinen 3D-Drucker ins Auto, fuhr damit ins Krankenhaus, baute die defekten Ventile am Computer nach und druckte innerhalb von wenigen Stunden die dringend benötigten Ersatzteile.
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