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Schlechte Zeiten sind oft gut für große Fragen. So war es auch im Frühjahr 2020, als die Pandemie das Leben verengte und gleichzeitig neue gedankliche Räume schuf. »Wie können wir in Zukunft bewusster leben?« war eine davon. Oder »Wer sind eigentlich meine Nachbarn?«. Zu einem Buch der Zeit avancierte damals Jenny Odells »How to Do Nothing«, in dem die Autorin das Nichtstun – oder präziser: ein Innehalten für die direkte Umgebung und umliegende Natur – als Akt des politischen Widerstands beschreibt. Ich weiß nicht, wie viele Menschen durch Corona eine nachhaltige Bewusstseinsveränderung dieser Art durchgemacht haben. Ob der gegenwärtigen ökonomischen Zustände würde ich tippen: nicht viele.
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