Peter Marino im Porträt: Von Lack und Leder zu Glitzer und Glamour

Wojciech Czaja, 31.10.2024

Er ist nicht nur eine auffällige Figur in der New Yorker Architekturszene, sondern auch der Urheber und Gestalter vieler Luxusboutiquen in aller Welt. Ob Gucci, Dior, Tiffany oder Louis Vuitton: Das Handwerk von Illusion und Inszenierung versteht der Architekt und Kunstsammler perfekt.

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Auf den ersten Blick glaubt man, sich in der Tür geirrt zu haben. Ein Jahrestreffen des Harley-Davidson-Clubs? Ein Geburtstag mit gebuchtem Male-Stripper? Ein zum Leben erweckter Muskelprotz à la Tom of Finland? »Früher war ich ein langweiliger Geschäftsmann mit Armani-Sakko, Armani-Krawatte und braver Kurzhaarfrisur, eine Katastrophe«, sagt er beim Interview in seinem Büro in der East 58th Street, Manhattan. »In jungen Jahren kleidet man sich halt so, wie man glaubt, dass die Kunden einen gerne sehen würden. Im Alter ändert sich das. Heute muss ich keine Rücksicht mehr nehmen auf die Etiketten der feinen Gesellschaft. Ich bin endlich frei.«

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