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Wenn man am Hamburger Firmensitz des Luxusunternehmens Montblanc von Einschreiben spricht, ist nicht die Rede von Briefen. Vielmehr geht es um die Qualitätskontrolle des Umsatzbringers der Marke: der Füllfeder. In einem schallgedämpften Raum kritzeln dann Mitarbeiterinnen mehrere Minuten lang mit farbloser Tinte »Achter« aufs Papier. Die Zahl, erfordert nämlich beim Schreiben jeden üblichen Neigungswinkel. Was die Damen machen, ist einer der letzten von weit über 100, meist manuell ausgeführten Arbeitsschritten, die so eine Montblanc-Füllfeder durchläuft, bevor es dann zur Endmontage geht. Und es ist auch eine Art Sound-Test. Denn nur Federn, die nicht kratzen und lautlos übers Papier gleiten, bestehen die harte Prüfung. Am öftesten wird hier die Feder des »Meisterstücks« getestet. Warum? Die Füllfeder-Serie ist Kult, ein Bestseller und feiert heuer ihren 100. Geburtstag.
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