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Wer sich mit Mode beschäftigt, weiß um die einzigartige Pionierrolle einer Coco Chanel. Es ging ihr in keiner Phase ihres Schaffens nur um Stoffe und Schnitte; sie betrachtete die Frau, die sie perfekt einzukleiden wünschte, nicht nur physisch von Kopf bis Fuß – auch ihr Wesen, ihre facettenreiche Persönlichkeit sollte in der Mode zum Ausdruck kommen, beziehungsweise durch Kleidsames noch betont werden. Somit beschränkte sich Coco Chanel‘s Styling-Gedanke auch nicht auf die Couture allein, sondern schloss alle erdenklichen Accessoires mit ein: Taschen, Gürtel, Tücher, Düfte und natürlich Schmuck. Coco selbst war verrückt nach Perlen, die sie meist in Form von mehreren kombinierten Ketten trug. Auch Diamanten hatten es ihr angetan; diese Leidenschaft zeigte sich 1932 in Chanel’s erster Schmuckkollektion »Bijoux de Diamants«, welche die etablierte Schmuckwelt in Aufruhr versetzte, indem sie alles Vorherige veraltet erscheinen ließ. Chanel zögerte auch beim Schmuck nicht, starre Konventionen aufzubrechen. Sie befreite ihn vor allem von seinem sakralen, steifen Charakter, und hauchte ihm eine unerwartete Lebendigkeit ein. In diesem unvergesslichen Spirit erschien 2022 die Kollektion »1932«, unter der Leitung von Patrice Leguéreau, Direktor des Chanel Jewelry Creation Studios. Leguéreau griff selbstverständlich die Motive Komet, Mond und Sonne auf und interpretierte sie im Sinne Chanels neu.
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