Die Lokomotiven unter den Schweizer Uhrenmarken

Pierre-André Schmitt, 28.11.2025

Sie ziehen die Schweizer Uhrenindustrie seit Jahrzehnten nach vorn: Rolex, Omega, Cartier & Co. – zehn Marken, die Geschichte, Design und Begehrlichkeit zu einer perfekten Symbiose formen. Doch was macht sie erfolgreich?

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Die Uhr war ein Schock. Als die Marke Audemars Piguet 1972 ihr Modell »Royal Oak« präsentierte, waren die Fans indigniert: Eine Luxusuhr aus Stahl? Unmöglich! Sichtbare Schrauben auf der Lünette? Skandalös! Und ein integriertes Metallband statt feinem Leder? Grauenvoll! Wirklich? Heute ist die »Royal Oak« eine der großen Erfolgsgeschichten in der Uhrenwelt. Und sie hat Audemars Piguet dank kluger Modellpflege in die Top-Ten-Liste der Schweizer Umsatzlokomotiven katapultiert. Angeführt wird diese Liste von Rolex mit rund 10,6 Milliarden Schweizer Franken Umsatz (siehe Artikel auf Seite 78). Es folgen Cartier (3,2 Milliarden), Omega (2,4), Audemars Piguet (2,4), Patek Philippe (2,3), Richard Mille (1,6), Longines (1,1), Vacheron Constantin (942 Millionen), Breitling (850) und Tissot (760). Die Zahlen sind Schätzungen der Investmentbank Morgan Stanley mit dem Beratungsunternehmen LuxeConsult – und mithin, wie immer in solchen Fällen, nicht ganz unbestritten. Da die Uhrenindustrie aber sehr knauserig mit entsprechenden Informationen ist, gibt es derzeit kaum andere Zahlen. Und mindestens als Anhaltspunkte darf man sie durchaus betrachten. Doch was macht eine Uhrenmarke erfolgreich, was bringt sie in die Top-Ten-Liste?

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