Fließende Eleganz: Die Geschichte der Karaffe

Susanna Pikhart, 05.11.2025

Karaffen sind seit Jahrhunderten willkommene Gäste am Tisch. Sie glucksen, glänzen, zeigen Kurven und Haltung. Einst schmückten sie festliche Tafeln, heute posieren sie als skulpturale Designobjekte in Glas, Keramik oder Edelstahl. Ihr Trick ist die Wandlungsfähigkeit und die Kunst, selbst das Einschenken stilvoll zu inszenieren.

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Sie ist weder eine Kanne noch eine Amphore. Genau genommen auch kein Krug. Und eine Flasche schon gar nicht. Das käme fast schon einer Majestätsbeleidigung des geschichtsträchtigen, edlen Gefäßes gleich. Eine Karaffe wird eher als noble Französin gehandelt, formvollendet und grazil, vornehmlich aus Glas; oder als anmutige arabische Schönheit, teils sogar aus Ton oder Keramik. Heute ist sie Kosmopolitin und immer öfter auch aus Materialien wie Steinzeug oder Edelstahl.

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