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Marina Abramović hat die Kunst neu definiert und sie an den Rand des Erträglichen geführt. Seit den frühen 1970er-Jahren nutzt sie ihren eigenen Körper als Medium, als Projektionsfläche, als Prüfstein für Ausdauer, Schmerz und Bewusstsein. Ob sie stundenlang schreit (Freeing the Voice, 1975), sich einem brennenden Stern hingibt (Rhythm 5, 1974) oder Besuchern erlaubt, ihr Gewalt anzutun (Rhythm 0, 1974) – immer ging es ihr um die Frage, wie weit der Mensch in der Begegnung mit sich selbst und anderen gehen kann. In Wien war Abramović schon früh präsent: 1978 trat sie beim Internationalen Performance Festival auf. Nun, fast ein halbes Jahrhundert später, kehrt sie zurück – mit einer umfassenden Schau, die ihre Entwicklung von der kompromisslosen Körperkünstlerin zur spirituellen Vermittlerin nachzeichnet.
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