My City: Bologna

Redaktion, 29.10.2025

Luca Ladinetti und Anna Branzanti vom Planerkollektiv MMVL zeigen LIVING vier Landmarks in Bologna, die man kennen sollte

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Sie war das Manhattan des Mittelalters: Auf zeitgenössischen Darstellungen zeigte sich die norditalienische Stadt Bologna vom 12. bis zum 16. Jahrhundert als Cluster hoher schmaler Türme, die an die heutigen »pencil skyscrapers« von New York erinnern. Von diesen Geschlechtertürmen, die vom Reichtum der noblen Familien der Stadt zeugten, sind heute nur noch die berühmten »Due Torri« übrig, die als Wahrzeichen den Mittelpunkt von Bologna markieren. Hier kreuzen sich die wichtigsten Straßen mit ihren ortstypischen Arkadengängen. Dabei ist Bologna keineswegs eine Stadt, die in der Vergangenheit lebt. Die Studierenden der Universität prägen das vitale und politisch progressive Leben, kluge Investitionen in Wirtschaft und öffentlichen Nahverkehr machen die City lebenswert. Auch für Architekt:innen wie Anna Branzanti und Luca Ladinetti vom 2013 gegründeten Büro LADO architetti. »Bologna ist eine Stadt mit langer, reicher Geschichte, aber auch mit vielen modernen Herausforderungen«, sagen sie. »Wir müssen uns dem Klimawandel anpassen, Parks und Plätze verbessern und den Nahverkehr in der Region ausbauen, vor allem in die Berge der Apenninen. Dazu brauchen wir durchdachte Architektur mit hoher Qualität.« Genau diese erarbeiten Branzanti und Ladinetti auch in ihrem Büro: Ihre Wohnhäuser sind von minimalistischer Präzision und fügen sich mit ruhiger Permanenz in die Umgebung ein. Mit Respekt vor den Jahrhunderten an Stadtgeschichte und Kulturlandschaft.

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