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My City: Bologna

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Luca Ladinetti und Anna Branzanti vom Planerkollektiv MMVL zeigen LIVING vier Landmarks in Bologna, die man kennen sollte

Bologna

Sie war das Manhattan des Mittelalters: Auf zeitgenössischen Darstellungen zeigte sich die norditalienische Stadt Bologna vom 12. bis zum 16. Jahrhundert als Cluster hoher schmaler Türme, die an die heutigen »pencil skyscrapers« von New York erinnern. Von diesen Geschlechtertürmen, die vom Reichtum der noblen Familien der Stadt zeugten, sind heute nur noch die berühmten »Due Torri« übrig, die als Wahrzeichen den Mittelpunkt von Bologna markieren. Hier kreuzen sich die wichtigsten Straßen mit ihren ortstypischen Arkadengängen. Dabei ist Bologna keineswegs eine Stadt, die in der Vergangenheit lebt. Die Studierenden der Universität prägen das vitale und politisch progressive Leben, kluge Investitionen in Wirtschaft und öffentlichen Nahverkehr machen die City lebenswert. Auch für Architekt:innen wie Anna Branzanti und Luca Ladinetti vom 2013 gegründeten Büro LADO architetti. »Bologna ist eine Stadt mit langer, reicher Geschichte, aber auch mit vielen modernen Herausforderungen«, sagen sie. »Wir müssen uns dem Klimawandel anpassen, Parks und Plätze verbessern und den Nahverkehr in der Region ausbauen, vor allem in die Berge der Apenninen. Dazu brauchen wir durchdachte Architektur mit hoher Qualität.« Genau diese erarbeiten Branzanti und Ladinetti auch in ihrem Büro: Ihre Wohnhäuser sind von minimalistischer Präzision und fügen sich mit ruhiger Permanenz in die Umgebung ein. Mit Respekt vor den Jahrhunderten an Stadtgeschichte und Kulturlandschaft.

Complesso residenziale Le Torri Enzo Zacchiroli, 1980
»Diese kantig-brutalistischen Doppel-Wohntürme sind ein unübersehbares Landmark. Zacchiroli achtete dabei sehr auf die Einbindung in die Natur, wovon der begrünte Sockel mit seinem Dachgarten bis heute zeugt.«

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Chiesa del Buon Ladrone LADO architetti, INOUT architettura, Lamber+Lamber, 2020
»Ein senkrechter Spalt teilt das Gebäude entzwei. Ein Riss im Schleier des Tempels, der mit dem Namen dieser Kirche verbunden ist und die Botschaft der Erlösung in Architektur übersetzt.«

© Simone Bossi

Villa Jano Tadao Ando, 2018
»Das Hauptquartier der Fondazione Alsos in den Hügeln über Bologna wurde vom japanischen Architekten Tadao Ando mit Sinn für Kontemplation renoviert und ist ein Ort der Forschung, Kultur und Innovation.«

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Illumina Headquarters JSWD Architekten, 2016
»Dieser Bürobau markiert den Auftakt zu einem neuen Stadtviertel. Nach außen wirkt es streng, doch mit dem verglasten Foyer bietet es ein großzügiges Inneres. Die Pfeiler erinnern an die Torbögen der Altstadt von Bologna.«

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Lado Architetti

Luca Ladinetti, Mitglied des preisgekrönten Planerkollektivs MMVL, gründete 2013 sein eigenes Büro Lado Architetti
in Bologna. Die Bandbreite des Schaffens rangiert von Einfamilienhäusern bis zur Landschaftsplanung. Seit 2024 ist Anna Branzanti, die unter anderem Erfahrungen in San Francisco und Westafrika gesammelt hat, Partnerin bei Lado.
ladoarchitetti.it

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Erschienen in
Falstaff LIVING Nr. 7/2025

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