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In einem eleganten Gründerzeithaus in der Wiener Spiegelgasse liegt ein Juwelier, der sich der leisen Kunst des Goldschmiedehandwerks verschrieben hat. Max Semler, ausgebildeter Gemmologe mit Stationen in London, fertigt hier Preziosen, die weit über das rein Dekorative hinausgehen. Seine Entwürfe entstehen im Dialog mit den Materialien und dem Erbe eines Handwerks, das zunehmend in den Hintergrund zu treten droht. »Ein Schmuckstück muss mehr erzählen als nur den eigenen Materialwert«, sagt -Semler, während er einen noch unfertigen Weißgoldring zeigt, dessen Oberfläche kurz vor der Politur steht. Jeder Auftrag entsteht in enger Abstimmung mit den künftigen Träger:innen, oft über Wochen, manchmal über Monate hinweg. Die Preisklasse entscheidet hier nicht, das Service bleibt immer gleich. Erste Handskizzen werden anschließend digital visualisiert, denn moderne Technik gehört für Semler ebenso zur Gegenwart des Handwerks wie die traditionelle Feile oder das Polierleder.
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