Wandmalerei: Geschichten auf Putz

Elisabeth Klokar, 24.04.2026

Handgemalte Wandbilder sind mehr als Farbe. LIVING zeigt, wie Künstler:innen Orte verwandeln, Erzählungen transportieren und mit feinen Ornamenten, surrealen Bildwelten und raumgreifenden Interventionen neue Wahrnehmungen ermöglichen.

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In der »Bemelmans Bar« im »Carlyle Hotel«, New York, scheinen die Figuren von Ludwig Bemelmans bis heute zu tanzen – und zu faszinieren. 1947 schuf der Künstler und Autor für den Ort einen zeitlosen Zyklus, in dem kleine Figuren, verspielte Tiere und rankende Pflanzen durch die Jahreszeiten des Central Park ziehen. Eine ähnliche Symbolkraft besitzt die Villa »Santo Sospir« an der Côte d’Azur, heute als »tätowierte Villa« bekannt. Verträumt-ätherische Zeichnungen und Fresken von Jean Cocteau überziehen dort seit 1950 Wände, Türen und Alltagsgegenstände. Jahrzehnte später erlebt die unmittelbare Sprache der Wandmalerei eine Renaissance – oder vielleicht war sie nie wirklich verschwunden, wie ein Blick auf ausgewählte Beispiele zeigt.

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