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Noch vor wenigen Jahren blickte Mallorca mit einigem Neid auf die kleine Schwester Ibiza – galt doch die andere Baleareninsel als die kultiviertere. Die mit dem gehobenen Nachtleben, den Superstars, der guten Kulinarik. Mallorca wartete fast zu lange, um dem Ballermann-Image etwas entgegenzusetzen. Erst in den frühen 2010er-Jahren wandelt sich das Image des Eilands. Aus vielen Gründen: Es werden Milliarden Euro in die Infrastruktur investiert. Es entstehen moderne Autobahnen und Schnellstraßen. Die Strand- und Hafenpromenaden werden aufwendig saniert, Luxushotels entstehen auf der gesamten Insel. Die Gebirgskette Tramuntana wird zum Weltkulturerbe, ebenso wie die Küche der Balearen, deren Aromen, Techniken und Rezepte nun als Teil des immateriellen Kulturerbes der Menschheit gewürdigt werden. Palma gilt mittlerweile als eine der attraktivsten Kulturstädte im Mittelmeerraum, und die einheimischen Köche sind die Stars. Für sie steht Nachhaltigkeit und Regionalität im Zentrum ihrer Kunst. Zehn Michelin-Restaurants zählt die Insel heute.
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