(c) SCHWARZWEISS immobilien

Bauträger und Dienstleister in einem

Christoph Hörhager und Agnes Schmidberger, die Gründer:innen von »SCHWARZWEISS immobilien«, sind mit viel Energie in den Immobilienmarkt in Tirol eingestiegen und haben bereits nach Wien expandiert. Sie ver­sammeln als Bauträger und Dienstleister eine gehörige Portion Expertise unter einem Dach.

12.03.2024 - By Maik Novotny

Titelbild: Klares Ziel Schon als Schüler war Christoph Hörhager (li.) klar, dass er einmal ein eigenes Unternehmen haben würde. Auch den Namen wusste er schon: SCHWARZWEISS. »Er ist leicht zu merken und schwer zu verwechseln.« Heute ist Hörhager Gründer und Geschäftsführer eines unverwechselbaren Unternehmens. Agnes Schmidberger (re.) fungiert als kompetente Quereinsteigerin. Sie absolvierte nach dem Germanistik- und Psychologiestudium die Prüfung zur Bauträgerin, heute führt sie gemeinsam mit Partner Christoph das Unternehmen SCHWARZWEISS mit strategischer Intelligenz. schwarzweiss.cc

Sie sind jung, sie tragen einen einprägsamen Namen und sie machen vieles anders als die anderen. Christoph Hörhager und Agnes Schmidberger sind die Geschäftsführer:innen von »SCHWARZWEISS immobilien«, und sie zeigen ihre Expertise auf mehreren Ebenen: einerseits als Bauträger, der von Tirol bis Wien eigene Projekte im Wohn- und Gewerbebereich entwickelt, und andererseits als Planungs- und Bauleitungsbüro, das schon mehrere Architekturwettbewerbe gewinnen konnte. Im Interview erzählen sie, was sie antreibt und wie sie Pritzker-Preisträger David Chipperfield für ein einzigartiges Projekt in Innsbruck gewinnen konnten.

LIVING SCHWARZWEISS ist ein junges Unternehmen mit zwei jungen Gründer:innen. Was war Ihre Motivation, ins Bauträgergeschäft einzusteigen?

Christoph Hörhager Ich wusste schon immer, dass ich einmal ein eigenes Unternehmen haben möchte und auch, dass ich etwas mit dem Bauen zu tun haben will. Das Zweite, was mich faszinierte, war das -Kochen, aber das Bauen reizte mich noch stärker als die Gastronomie.

Agnes Schmidberger Ich bin eigentlich eine Quereinsteigerin. Ich habe Germanistik und Psychologie studiert. Als Christoph sich selbstständig gemacht hat, habe ich ihn -natürlich auch immer unterstützt, und so bin ich in das Ganze hineingewachsen. Nach dem Studium stellte ich fest, dass ich am liebsten in diesem Bereich arbeiten möchte, und habe auch die Bauträgerbefähigungs-prüfung gemacht. Und seit 2015 geben wir gemeinsam Vollgas.

Woher kommt der Name SCHWARZWEISS?

Hörhager Schon als Schüler wusste ich, dass ich einmal eine Firma haben werde, und der Name SCHWARZWEISS fiel mir damals schon ein. Er hat ein gewisses Alleinstellungsmerkmal, ist leicht zu merken und schwer zu verwechseln, gleichzeitig lässt er viel Interpretationsspielraum zu.

Ihr Portfolio ist schon sehr umfangreich und Sie agieren sowohl als Bauträger als auch als Dienstleister. Was macht Ihre Expertise aus?

Hörhager Wir haben sehr viele Leistungen und viel Expertise inhouse. Wir haben Architekt:innen, Ziviltechniker:innen und Bauleiter:innen im Team. Wir werden immer wieder zu Architekturwettbewerben geladen und haben inzwischen vier von sechs Wettbewerben gewonnen. Das heißt, wir machen den ganzen Zyklus von der ersten Analyse des Grundstücks bis zur Planung und Abwicklung der Baustelle. Dort, wo es sinnvoll ist, holen wir uns Expertise von außen dazu.

Was ist Ihr Ziel als Entwickler im Wohnbau, aufbauen oder weiterverkaufen?

Hörhager Momentan ist der Wohnbau definitiv unser Kerngeschäft. Derzeit geht es – ganz klassisch – darum, abzuverkaufen, aber wir beginnen auch schon, Bestand -aufzubauen, und wollen die Assetklassen auf Gewerbe erweitern. Unser Ziel ist auf jeden Fall, zu wachsen und auch unser Portfolio zu vergrößern und zu diversifizieren.

Ein ganz besonderes Projekt entsteht derzeit an der Innstraße in Innsbruck, für das Pritzker-Preisträger David Chipperfield als Architekt gewonnen werden konnte …

Schmidberger Die Lage dieses Grundstücks ist absolut einzigartig. Hanglage, unverbaubarer Blick nach Süden auf den Inn, zehn Minuten zu Fuß zur Altstadt. Wir haben uns die Liegenschaft genau angeschaut und hatten sofort das Gefühl: Das ist etwas Besonderes, das müssen wir haben – und wir haben den Zuschlag bekommen. Beim Neubau stellen
die starke Hangneigung und die adäquate -Integration der bestehenden Villa eine große Herausforderung dar. Wir haben also einen Architekten gesucht, der Alt und Neu behutsam verbinden kann. Da sind wir auf David Chipperfield gestoßen. Seine Art der Archi-tektur zeichnet sich durch eine sehr hoch-wertige und zurückhaltende Materialität und -Formensprache aus, ohne modisch zu sein.

David Chipperfield ist weltweit sehr gefragt. Wie haben Sie es geschafft, ihn ins Boot zu holen?

Hörhager Es war nicht einfach, weil das Projekt für seine Verhältnisse relativ klein ist. Aber wir haben es mit viel Engagement und Beharrlichkeit geschafft – vielleicht hat es ihn auch gereizt, direkt neben einer zweiten Pritzker-Preisträgerin zu bauen, nämlich der Station der Hungerburgbahn von Zaha Hadid.

Gibt es Pläne für die Zukunft von -SCHWARZWEISS?

Hörhager Den ersten Schritt haben wir schon gemacht, nämlich nach Wien und -Umgebung. Wir haben da einen Bürostandort, wir haben Projekte. Aber natürlich wollen wir weiterhin wachsen, und das nicht nur in -Österreich. Naheliegend für uns ist natürlich -Deutschland als nächster, aber sicher nicht letzter Schritt. Denn es geht auch um Erreichbarkeit, wir beide wollen schließlich selbst nahe an der Entwicklung dran sein. Was die Assetklassen betrifft, wollen wir uns weiter Richtung Gewerbe diversifizieren.

Und vielleicht kommt Ihr Kindheitstraum von der Gastronomie irgendwann auch noch zurück.

Hörhager Das ist er schon! Wir haben seit 2021 ein Restaurant im selben Gebäude, in dem wir in Innsbruck arbeiten. Das »Oniriq« ist das höchstdekorierte Restaurant in -Innsbruck. Darauf sind wir sehr stolz.

Terrassentraum: Ein besonderes Projekt realisiert SCHWARZWEISS in Innsbruck: ein Terrassenhaus am Nordufer des Inns mit bestem Fernblick über Stadt und Alpenkulisse. Als Architekturpartner konnte Pritzker-Preisträger David Chipperfield gewonnen werden.

Erschienen in:

Falstaff RESIDENCES Nr. 02/2023

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