Das sind die neuen Top-Designprojekte der Schweiz
Grand-Hotel-Chic für daheim, für den Design Preis Schweiz nominierte Projekte, Landschaftsausschnitte aus Alabastergips mit einer eigenen Augmented Reality App oder neu aufgelegte Ikonen – in den Ateliers, Designstudios und Werkstätten des Landes ist einiges los. Die LIVING-Redaktion hat sich umgeschaut und einige Projekte, die Sie kennen sollten, für Sie zusammengetragen.
Header-Bild:
IKONEN IN NEUEM KLEID
Charles und Ray Eames zählen zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Designs im 20. Jahrhunderts. Sie haben Möbel entworfen, Filme gedreht, fotografiert und Ausstellungen konzipiert. Mit ihrer Verwendung von Sperrholz, Fiberglas und Aluminium und ihrem erfinderischen Umgang mit Farben haben sie das Möbeldesign nachhaltig revolutioniert. Mit der «Eames Special Collection 2023» stellt Vitra in enger Zusammenarbeit mit dem Eames Office einige ikonische Entwürfe von Charles und Ray Eames in einer Auswahl neuer Oberflächen, Stoffe und Farben zusammen, die von der Palette des Designerehepaars inspiriert sind. So gibt es u. a. Ikonen wie «La Chaise», «Eames Elephant» oder «Organic Conference» in neuen Farben und Materialitäten zu entdecken.
FÜR WEINLIEBHABER:INNEN UND EXPERTEN:INNEN
Die edlen Tropfen müssen heutzutage nicht mehr im Weinkeller ausharren. Im neuen ProfiLine-Weinschrank «WKU60DSP» sind Weine jeder Sorte bestens aufbewahrt. Mit seinem eleganten und geradlinigen Design fügt er sich nahtlos in jede Küche ein und verleiht dem Ambiente eine persönliche Note. Bis zu 40 Flaschen finden im Einbau-Weinschrank Platz, selbst Champagner- und Magnumflaschen. Und dank des Perfect Shelving Systems aus hochwertigem Holz und optimierten Regalabständen können Flaschen jeglicher Form und Grösse gelagert und mühelos entnommen werden, ohne dass Etiketten verkratzt werden. Der Weinschrank eignet sich nicht nur für die UV-freie, dunkle Lagerung bei stabiler Temperatur und unter idealer Luftfeuchtigkeit ohne Vibration. Dank den individuell einstellbaren Klimazonen können die Weine entsprechend den eigenen Vorlieben temperiert werden. So stehen die Lieblings-Tropfen jederzeit servierbereit zur Verfügung.
© Atelier VoltoxEin Stück Schweiz
Handwerk, Digitales und Analoges verschmelzen in den Werken des jungen Labels Atelier Momol aus Zürich. Die Unikate aus Alabastergips zeigen massstabgetreue Ausschnitte aus der Schweiz, die durch eine Augmented Reality App komplettiert werden. Vierwaldstättersee, Zürich oder die Gegend um das Matterhorn werden mit dem 3D-Drucker hergestellt und sind – mit oder ohne Rahmen – echte Hingucker. Dabei sind die Landschaftsausschnitte von Jonathan Wiederin und Tim Diesing nicht nur dekorativ, sondern durch die Verwendung der App auch informativ: Wo in Zürich liegen die Viaduktbögen? Wie hoch ist das Matterhorn? Wie viele Einwohner hat Luzern? Das alles erfährt man in der App.
© beigestelltGRAND-HOTEL-CHIC FÜR DEN ALLTAG
Vom stilvollen Hoteldesign zum mondänen Accessoire: Die unverwechselbaren Muster und Designs, mit denen Innenarchitektin und Designerin Virginia Maissen beim Umbau des «Hotel Walthers» in Pontresina dem Traditionshaus 2017 neuen Stil einhauchte, gibt es nun dank Kollaboration mit Fidea Design auch zum Nachhause nehmen. Moderne und traditionelle Muster sowie einzigartige Belle-Epoque-Elemente aus den Ursprüngen des Hotels treffen auf einen coolen, zeitgenössischen Look. Geschenkpapier mit Bündner Pflanzen, Seidenfoulards mit ikonischen Bergprints, Necessaires und Trays mit den Mustern von Teppichen und Tapeten werden von Tischtüchern, Postern und Postkarten komplettiert.
GANZHEITLICH EINGERICHTET
Die heutige Art des modernen Bauens, bei der Textilien durch die vielen glatten Oberflächen und raumhohen Fenster eine besondere Wichtigkeit zukommt, war Anlass für die erste eigene Teppichkollektion von Teo Jakob. Gemeinsam mit der traditionsreichen Langenthaler Teppichmanufaktur Lantal lanciert der Schweizer Einrichtungsexperte eine erste Teppichkollektion aus 100 Prozent Wolle. Die Schweizer Produktion sowie die hochwertige und langlebige Qualität der handgetufteten Teppiche stärkt den Fokus des Einrichtungshauses auf Regionalität und den Produktionsort Schweiz. Erhältlich sind die Teppiche in fünf Farben als Schlingen- und als Schnittfloormodelle.
© beigestelltIN BEWEGUNG
Die Serie «Nomade» des Lausanner Designers Luciano dell’Orefice ist die Antwort auf die heutigen Bedürfnisse nach modularem Mobiliar: Die minimalistische Holztischkollektion, inspiriert von der japanischen Kultur, in der das Wesentliche im Fokus steht, sind Tisch und Stühle auf spielerische Weise beweglich. Die flexiblen Tisch- und Stuhlkreationen laden dazu ein, sich dem Raum und den Begebenheiten nach Lust und Laune anzupassen und Raumsituationen immer wieder neu zu komponieren. Die für das italienische Unternehmen True Design entworfene Serie basiert auf einem einzigartigen Sperrholzprofil mit nur zwei Formen, die eine effiziente, ethische und nachhaltige Produktion garantieren. «Nomade» war für den Design Preis Schweiz 2023 nominiert.
© beigestelltSCHLAFEN OHNE KOMPROMISSE
Die Herstellung von zeitlosen, nachhaltig und fair produzierten Textilien fürs Zuhause, die einem im besten Fall ein Leben lang begleiten, ist die Mission des Schweizer Labels Lavie. Von Bettwäsche über Tischtücher, Teppiche oder auch Badetücher kommen die Produkte von Lavie aus Hanf, Leinen oder Bio-Baumwolle in einer frischen Optik daher. In der Winterkollektion geht das Team aus Langenthal auf dem Weg der Nachhaltigkeit noch einen Schritt weiter, denn alle Baumwollprodukte tragen das BioRe-Gütesiegel. Dieses garantiert den kontrollierten Anbau nach Schweizer Bioqualität, wobei ausschliesslich gentechnikfreies Saatgut gepflanzt wird. Die Bauern haben eine Abnahmegarantie durch die Händler und die Ware wird ihnen 15 Prozent über dem lokalen Marktpreis vergütet.
© beigestelltSpiel der Kontraste
Die Inspiration zu «Mirrors» kam dem Zürcher Designer René Odermatt in der Badewanne in Budapest. Die Idee: Ein Produkt, das in der Schweiz entworfen, hergestellt und verschickt werden kann, ohne den Bedarf einer grossen Infrastruktur. Für die «First State of Matter»-Spiegel – hiermit ist die Ursprünglichkeit der Materie gemeint – verwendet Odermatt einfache Aluminiumbleche, die lokal produziert werden. Beeindruckend an den Spiegeln ist vor allem das Zusammenspiel der glatten Spiegeloberfläche mit der rauen Schnittkante, die ein dramatisches Spannungsfeld von Kontrasten erzeugt. Das Projekt war für den Design Preis Schweiz 2023 nominiert.
© beigestelltDIESER BEITRAG ERSCHIEN IM LIVING SCHWEIZ HEFT 23/02.