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Die neuesten Gartentrends 2020

Im Duett von Mensch und Natur übernimmt Letztere immer häufiger die Leadstimme. Die Gärten unserer Welt werden naturnaher, ein bisschen wilder und passen sich dem Klima an. Bio-Pools sind ein unaufhaltsamer Makro-Trend.

24.04.2020 - By Nicola Afchar-Negad

Schwimmteich & Naturpool

Wer sich bei den hiesigen Gartenplanern und Landschaftsarchitekten umhört, wird Parallelen zu den US-Kollegen ausmachen. Konkret zum Beispiel bei den Pflanzen. Die Gartengestalter Begründer schicken etwa die Zelkove ins Rennen, eine Art, die trockene und heiße Sommer gut aushält. Oder aber Pflanzen, die langsam, vielleicht sogar etwas abnorm wachsen und nicht allzu groß werden. Dwarf Hybrids, also Zwergenhybriden, nennt sich das im Trend­report aus Florida. Was ebenfalls immer häu­figer aufgezählt wird: Gräser – in modernen Gärten ein Allround-Talent. »Sehr hübsch kann etwa der gestreifte Schachtelhalm aussehen, der sich auch in einem Trog in der Nähe von Gewässern sehr attraktiv macht«, schwärmt Jen­nifer Schimann-Haß von Starkl. LIVING sprach mit Schimann-Haß auch konkret über Wasserpflanzen, genauer gesagt in Kombination mit Naturpools. »Die Bepflanzung kommt auch hier natürlich auf den Gartentyp an. Bei einem lieblichen Garten werden mehr blühende Arten verwendet, die auch insektenfreundlich sind. Etwa Sumpfschwertlilie, Blutweiderich oder die Sumpf­dotterblume. Gräser und Schilf sind die Klassiker schlechthin, aber auch Rohrkolben sind ein schöner Schmuck. In der Schwimmzone kommen gerne Seerosen zum Einsatz. ­

Nur bitte sparsam einsetzen, die Rosen können ­wuchern.« An dieser Stelle lohnt eine kurze Begriffserklärung: Zum einen gibt es die Naturpools mit permanentem Pumpeinsatz und daher klarem Wasser. Pflanzen sind hier eher ­nur am Rand zu finden, so die Starkl-Expertin. Schwimmteiche werden üppiger bepflanzt, das Verhältnis Schwimm- zu Pflanzzone beträgt hier mindestens 50:50, und auch in Ersterer ­finden sich Unterwasserpflanzen. 

Welchen Stellenwert das heutzutage hat, zeigen folgende Zahlen: Marktführer Biotop Landschaftsgestaltung GmbH hat gemeinsam mit seinen Partnern in Europa und Übersee im letzten Jahr 320 solcher Anlagen gebaut. Die Umsatzsteigerung der letzten fünf Jahre in
diesem Segment beträgt 50 Prozent. Es braucht also nicht viel, um hier einen klaren Trend he­rauszufiltern. Bei Biotop wird zwischen Swimming Ponds und Living Pools unterschieden. Geschäftsführer Peter Petrich: »Ein Swimming Pond ist das Ebenbild eines natürlichen Sees, benötigt aber mehr Platz als ein Living Pool. Dieser wiederum verbindet die Vorteile natürlich reinen Wassers mit einer eher klassischen Pool-Optik. Bei kleineren Gärten ist diese Variante zu bevorzugen. Das Wasser wird hierbei ebenfalls biologisch auf­bereitet, aber man kann auf den Regenerationsbereich verzichten.« Auch die Ästhetik ist natürlich ein Argument. Living Pools passen, so Petrich, besonders gut zu moderner Architektur, der Biotop-Chef spricht auch von einer Weiterentwicklung des Swimming Ponds, die den Nerv der Zeit trifft.

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