Werbung
Es gibt Menschen, um die sich bereits ganz am Anfang ihrer Karrieren Mythen ranken. Der Italiener Michele de Lucchi zählt zu dieser raren Sorte. Geboren 1951 in Ferrara, war eigentlich ein Kunststudium geplant. Da aber Ende der 1960er-Jahre Eltern bei der Studienwahl noch ein gewichtiges Wort mitzureden hatten, musste ein Kompromiss her, denn Vater de Lucchi sah seinen Sohn im Ingenieurswesen. Es wurde letztlich Architektur. Aber schlummert in einem ein Künstler, muss dieser von der Leine gelassen werden. Bei Michele de Lucchi geschah dies in Form radikaler Sichtweisen auf Architektur und in weiterer Folge dann auf Artverwandtes wie Design, Interior, Fotografie und Film. Und das konnte durchaus auch in Aktionismus enden.
Werbung