Werbung
Fährt man heute entlang der Weinstraße im Médoc durch die weltberühmte Appellation, reiht sich ein schmuckes Château ans nächste. Das Gros dieser repräsentativen Bauten ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, und die oft im Ensemble errichteten Schlösser wurden für die meist in Paris lebenden, häufig neureichen Weingutsbesitzer als Sommersitze errichtet. Doch Reblauskatastrophe, zwei Weltkriege, die Ölkrise und viele weitere Faktoren haben dazu beigetragen, dass sich in den folgenden 100 Jahren auf dem Sektor der Weingüterarchitektur wenig Zählbares getan hat. Es scheint, als hätte erst der weinkulturelle Boom in der Neuen Welt diesbezüglich eine neue Dynamik ausgelöst, die schließlich Europa erreicht hat und nicht zuletzt auch in Österreich in den vergangenen 20 Jahren einen wahren Baurausch unter den Winzern bewirkt hat.
Werbung