Gipfeltreffen auf höchster Ebene: Robert Mondavi und Josef Jamek (l.), zwei wahre Legenden, genießen bei einem Glas Riesling den Blick von der Ried Klaus auf die Wachau.

40 Jahre Falstaff: Winzer die Geschichte schrieben

Peter Moser, 26.02.2021

Jede Weinbau-Nation, aber auch jede Winzer-Generation hat ihre Ausnahmekönner, deren Geschick in der Kunst des Weinmachens Außergewöhnliches hervorbringt und damit die ganze Zunft prägt.

Werbung

Ein Name steht in Österreich symbolisch für den klassisch trocken ausgebauten, finessenreichen Weißwein, der ab den Achtzigern das Leitbild der Spätlese als bester Wein ablöste: Josef Jamek aus Joching entschied sich früher ­als andere, auf jede Form der Zuckeranreicherung seiner Weine fortan zu verzichten. Seine behutsame, eigenständige Vinifika­tion bestach durch minimalen Einsatz von Schwefel und durch meisterhaft eingesetzten biologischen Säureabbau. Jamek, der 2011 verstorbene Doyen des Wachauer Weinwunders, hat vieles vorgelebt, was ­bei der Gründung der »Vinea Wachau« ­als verpflichtend für alle Vereinsmitglie­der festgeschrieben wurde.

Weiterlesen

Werbung