Salzburger Land: Die Fische dürfen in den Seen frei aufwachsen.

Abschied vom Meer: Die Renaissance des heimischen Fisches

Franziskus von Kerssenbrock, 18.08.2017

Ein Dilemma: Die Ozeane überfischt, die Wege lang, die Industrie in Verruf. Da wird Fisch aus heimischen Gewässern aktuell. Und doch gilt: Fischkauf ist Vertrauenssache.

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Da liegt er nun, der Karpfen. Filetiert und schön drapiert, umschlossen von gehacktem Eis und unglaublich appetitlich. Zum Anbeißen. In seiner Farbe und Struktur erinnert das Fleisch an zarten, feindurchzogenen rosa Speck, allein sein Anblick lässt buttrigen Geschmack erahnen. Er kann es, der Karpfen. Er kann es wieder. Allzu lange wurde er mit Mief und Moder assoziiert, mit dem obligaten Weihnachtsmahl, gehassliebt, ersehnt und auch verabscheut. Mehr Tradition als hohe Kunst. Ein Fisch im Eck.

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