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Der Jahrgang 2019 kostete die Winzer Nerven – und Geld. Am Ende standen Ertragseinbußen von 20 bis 30 Prozent. Und das nach einer Achterbahnfahrt an Wetterextremen: Im Winter regnete es kaum, sodass die Wasserreserven von Anfang an ungenügend waren. Der frühe Austrieb machte die Winzer unruhig, und in der Tat waren vor allem an der Ruwer, an der Obermosel und in einigen kühleren Lagen Frankens Frostschäden in teils erheblichem Ausmaß zu beklagen. Rudolf May beispielsweise in Retzstadt in Franken hat des Frosts wegen einen Betriebsschnitt von nur 17 Hektoliter pro Hektar geerntet. Die Blüte erfolgte zeitlich etwa im langjährigen Mittel, war aber verzettelt. Im Sommer wurde es sehr heiß, was mancherorts Probleme mit Sonnenbrand mit sich brachte, die Vegetation beschleunigte sich zunächst, kam dann aber Ende Juli und Anfang August durch die starke Trockenheit fast zum Erliegen.
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