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Kiedrich, 4.000 Einwohner, liegt etwa 80 Höhenmeter über dem Rhein abseits des Flusses an den Ausläufern des Taunus. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals Mitte des zehnten Jahrhunderts. Die Bevölkerung folgt überwiegend der katholischen Konfession und wählt mit ebenso großer Mehrheit sozialdemokratisch. Seit dem 14. Jahrhundert und bis zum heutigen Tag pflegen die Chorbuben der St.-Valentinus-Kirche, die Papst Benedikt vor einigen Jahren zur Basilika erhob, eine besondere Form des gregorianischen Gesangs. Verschwistert ist Kiedrich mit dem Ort Hautvillers in der Champagne – jenem Ort, in dem der berühmte Dom Pérignon wirkte. Mit Blick auf seine weinbauliche Bedeutung könnte sich Kiedrich heute aber durchaus in »Weil-Ville« umbenennen. Denn in den Kiedricher Spitzenlagen Gräfenberg, Turmberg und Klosterberg ist das 1875 gegründete Weingut Robert Weil nachgerade Monopolist. Erwähnt man irgendwo auf diesem Planeten unter Weinkennern den Namen Kiedrich, so hallt der Name Weil wie ein Echo zurück.
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