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Ein einziges Wort charakterisiert Michael Silaccis Herangehensweise in Weingarten und Keller: Erkenntnisinteresse. Wie viele Spitzenweingüter dieser Welt versucht auch der Chef bei »Opus One«, die letzten Qualitätsnuancen herauszukitzeln. Allerdings ist die Offenheit, mit der er die Experimente – von denen stets mehrere in Napa ablaufen – kommuniziert. Gut dreißig Minuten etwa erzählt der Kalifornier mit Tessiner Wurzeln von den Untersuchungen zum Einfluss von Wildhefen auf den ikonischen Wein, der aus einem Joint venture von Robert Mondavi und Philippe de Rothschild (»Château Mouton«) entstand. Profundes Wissen, gerne von handgezeichneten Skizzen spontan untermauert, paart sich aber mit Bescheidenheit: »Es gibt nicht den großen ›winemaker‹. Wir sind 45 Leute am Weingut und man braucht immer jemand, der einem seinen ›blinden Fleck‹ aufzeigt«.
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