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»Tschianti« in der Bastflasche: Das war unseren Vätern der Inbegriff des italienischen Weins und der italienischen Dolce Vita. Zwischen der anonymen Bastflasche der 1970er-Jahre und dem heutigen Chianti Classico liegt ein langer Weg – zeitlich, aber noch viel mehr qualitativ. Das Chianti Classico ist ein klar abgegrenztes Gebiet, das die Hügel zwischen Florenz und Siena umschließt. Nur Wein, der hier wächst, darf sich Chianti Classico nennen und den bekannten schwarzen Hahn tragen. Der einfache Chianti Classico, im Fachjargon auch als »Annata« bezeichnet, wurde bei Feintrinkern lange Zeit wenig beachtet. Diese hielten sich vielmehr an Chianti Classico Riserva oder Chianti Classico Gran Selezione. Klammheimlich aber hat sich der einfache Chianti Classico herausgeputzt. Das Ergebnis kann sich sehen, vor allem aber schmecken lassen. Ein Chianti Classico besteht zu achtzig bis hundert Prozent aus Sangiovese, den Rest können die lokalen Sorten Colorino oder Cannaiolo, aber auch Cabernet, Merlot oder Syrah bestreiten. Guter Chianti Classico duftet nach Kirschen, zeigt sich am Gaumen frisch und saftig, mit spürbarem, aber gut eingebundenem Tannin. Ein ausgezeichneter Begleiter zu vielen Gerichten der traditionellen italienischen Küche.
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