Die charakteristische Farbe des Sockeye kommt von der Ernährung: Krill und kleine Krebse färben die Haut rot.

Der gesündeste Lachs der Welt

Harald Hois, 20.05.2019

Qualität und Geschmack bei Lachs schwanken stark. Gesundheits-
bewusste greifen deshalb zu einem Typ aus freier Wildbahn: dem Sockeye.

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Wenn es um den edelsten, feinsten und zartesten Wildlachs geht, der auf dem Weltmarkt erhältlich ist, kommt für viele Feinschmecker nur einer infrage: der Sockeye. Er gehört zur Gattung der fünf pazifischen Lachse und wird wegen seiner festen Konsistenz und dem feinen Aroma auf der ganzen Welt geschätzt. Das Licht der Welt erblickt der Oncorhynchus nekra, so die systematisch-wissenschaftliche Bezeichnung des roten Wildlachs, in den kalten Seen und Flüssen von Alaska bis zum Sacramento River in Kalifornien, im Yukon-Territorium, in British Columbia (Kanada) sowie bei Washington und Oregon (USA). Er ist zu Hause in den asiatischen Küstengewässern vom Anadyrbecken bis Hokkaido, besonders an der Ostküste Kamtschatkas, seltener im Ochotskischen Meer. Hier ernährt sich der Wildlachs von kleinen roten Krebsen, Garnelen und Krevetten. Dieser Krill verleiht ihm sein markantes Rot und seinen besonderen Geschmack. Auf seiner dreijährigen Reise durch die arktischen Meere nimmt er über den Krill ex­trem fettarmes Fleisch sowie eine Vielfalt an Nährstoffen und Omega-3-Fettsäuren zu sich – die Voraussetzung für den besonderen, feinen Geschmack. Heiko Antoniewicz aus Werne gilt als echter Lachskenner. Der Deutsche ist bekannt für kulinarische Innovationen und die wissenschaftliche Annäherung an Lebensmittel. Er sagt: »Am Rotlachs schätze ich sehr, dass dieser durch den Wildfang in Alaska ein reines Naturprodukt darstellt. Die Textur unterscheidet sich deutlich von der eines Zuchtlachses, die feste und saftige Struktur des Fleischs bleibt auch nach der Zubereitung bestehen. Zudem ist er fettarm, sehr reich an Omega-3-Fettsäuren und somit besonders gesund. Er hat ein sehr reichhaltiges Aroma, was die Einzigartigkeit seiner Gerichte ausmacht.«

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