Werbung
Was macht den deutschen Sekt besonders? Zunächst natürlich, dass er sich in der Weinbaugeschichte als Rieslingsekt entwickelt hat. Als Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1902 auf die zweifelhafte Idee kam, durch die Einführung einer Sektsteuer die deutsche Kriegsmarine zu finanzieren, stand der deutsche (Riesling-)Sekt auf dem Höhepunkt seiner Popularität: Das Berliner Großbürgertum sprach dem Rieslingsekt ebenso sehr zu wie englische Lords. Im Jahr 1905 nahm das Reich 5,5 Millionen Mark Sektsteuer ein – ein Bruchteil übrigens der Kosten für die Marine, die über 200 Millionen Mark verschlang. Die Folgen des ersten Weltkriegs – und damit ein Stück weit auch der Sektsteuer – sorgten wiederum dafür, dass der internationale Markt für den Rieslingsekt verschwand, und damit auch der Glamour, der ihn auf dem Heimatmarkt attraktiv machte.
Werbung