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Wenn die Mexikaner ihr höchstes Fest begehen, dann spielt auch die Agave eine wichtige Rolle: Als »Pulque« – also in Form eines süßlichen, fermentierten Getränks, einer Art Urform des Mezcal – findet sie hier den Weg auf die Altäre, die mexikanische Familien alljährlich am 31. Oktober errichten. Dann nämlich feiert das Land den »Día de Muertos«, den Tag der Toten. Anders als der christliche Allerheiligentag, der (nicht ganz zufällig) Tags darauf folgt, ist er kein Tag der Trauer, sondern ein farbenprächtiges Volksfest. Seine Wurzeln hat der »Día de Muertos« in den Traditionen alter indigener Völker, die das Betrauern der Toten als restpektlos empfanden. Klar, dass man die Verstorbenen da einmal im Jahr einlud, auf die Erde zurückzukehren, um gemeinsam zu tanzen, zu essen und zu trinken.
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