Warum in Wien Plachutta, Picasso und ein Puff zum kulturellen Dreiklang gehören und in Paris Boheme noch keine Weltklasse ausmacht.

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Wien Mehr als 15 Jahre bin ich jetzt schon weg aus meiner Heimatstadt Wien. Doch noch immer stimmt es mich ein wenig melancholisch, wenn ich – aus der neuen Heimat Deutschland kommend – am Flughafen Schwechat österreichischen Boden betrete. Und was erwartet einen als Erstes beim Schengen-Eingang auf dem Weg zum Gepäckband? Touristen-Werbung im beleuchteten Glaskasten natürlich. Aber was für eine!Zwölf mehr oder weniger bekleidete Damen, die sich für das einschlägige Etablissement »Babylon« (»Wien – Salzburg – Klagenfurt«!) auf Plüschkissen räkeln. Dann: »Wo der Tafelspitz zuhause ist« – ein Hinweis auf das tatsächlich empfehlenswerte Rindfleischparadies »Plachutta« in der Wiener Innenstadt. Schließlich rechts eine Leuchtreklame für die Wiener Albertina, in der sich die wahrscheinlich weltbeste grafische Sammlung (inklusive Dürers Hasen) befindet.

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