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Die urenglische Weingattung des Clarets ist bereits viele Jahrhunderte alt und bezeichnet grundsätzlich Rotweine aus Bordeaux. Die Bedeutung der Bezeichnung hat sich im Laufe der Zeit jedoch gewandelt und kann heute als Überbegriff für roten Bordeaux verstanden werden, meint aber im eigentlichen Sinn einen originären Rotweinstil aus der berühmten Weinregion. Als Claret bezeichnet man elegante, nicht zu schwer wirkende und ausgewogene Weine mit manchmal nicht ganz so dunkler Farbe, die einen guten Trinkfluss bieten. Der Name Claret hat seinen Ursprung im lateinischen claritas (= Helligkeit, Klarheit) und verweist darauf, dass man im Mittelalter damit wohl zunächst keinen dunklen Rotwein beschrieben hat. Es handelte sich vielmehr um einen zarten Rosé-Stil mit recht wenig Alkohol, der in Frankreich Clairet hieß. Ab dem 18. Jahrhundert versteht man in England unter Claret aber bereits definitiv aus Bordeaux importierten Rotwein und verbindet damit auch eine hohe Qualitätsvorstellung. Und fielen die gelieferten Weine einmal gar zu schwach aus, so hatten die englischen Weinhändler wohl keine Scheu davor, die eine oder andere Flasche Brandy oder Portwein beizumischen, damit die Weine den Vorstellungen der Kunden entsprachen.
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