Die Kunst des Aperitivo: Geselligkeit und Entspannung in einem Glas

Alexander Thürer, 11.07.2025

Leicht, prickelnd, mal erfrischend, mal verführerisch süß, stets unkompliziert und immer wandelbar – all diese Attribute vereinen sich zu dem, was wir heute unter Aperitif-Kultur verstehen. Wir verraten, warum die jahrtausendealte Idee eines flüssigen Appetitanregers bis heute so erfolgreich ist und was 2025 in keinem Glas fehlen darf.

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Die Idee, dem abendlichen Dinner einen appetitfördernden Drink – am besten direkt kombiniert mit einer kleinen Vorspeise – voranzustellen, hat im südeuropäischen Raum eine lange Tradition. Laut diverser Historiker geht ihr Ursprung sogar bis in die Zeit des Römischen Reichs zurück. Wohlhabende Römer sollen schon damals vor ihren oftmals ausschweifenden Gelagen einen sogenannten »Gustatio«, einen Appetithappen, der von einem Becher honiggesüßten Weins begleitet wurde, genossen haben. Und auch das Wort »Aperitivo« stammt aus dem Lateinischen. »Aperire« bedeutet so viel wie »öffnen« – in diesem Fall also Magen, Abend und Appetit. Eine der frühesten Aperitivo-Legenden der Neuzeit findet sich ebenfalls in Italien und erzählt vom König von Sardinien-Piemont, Vittorio Emanuele II., der Mitte des 19. Jahrhunderts die Angewohnheit hatte, vor dem Abendessen regelmäßig einen Wermut zu trinken.

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