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Jedes klassische Konzert beginnt mit einer Ouvertüre. Und was wäre eine ausdrucksstarke Rock-Ballade ohne ein virtuoses Intro? Auch eine köstliche kulinarische Komposition oder ein Abend der Geselligkeit sollten mit einem entsprechenden Auftakt zelebriert werden. Je nachdem, wo wir uns befinden, erwägen wir einen Aperitivo, Aperitif, Apéro oder Pre-Dinner-Drink. Historisch betrachtet ist es die Aufgabe des Aperitifs, die abendliche Mahlzeit einzuleiten. Genauer, den Magen aufzuschließen, wie bereits die alten Lateiner wussten. Die Wortwurzel »aperire« bedeutet öffnen. Christian Gentemann, Bar-Manager der »Bar am Steinplatz« in Berlin, nennt die Bestandteile für ein ideales Aperitif-Vergnügen: »Kräuter und leichte Bitter-Aromen wirken herrlich stimulierend, genauso wie Kohlensäure. Sehr beliebt sind dabei ein Glas Champagner oder ein Pils. Selbstverständlich sind auch zahlreiche Cocktails mit diesen Bestandteilen möglich, aber zu kräftig und alkoholisch sollten sie nicht sein.« Im Norden ist die Aperitif-Kultur noch längst nicht so verbreitet wie im Alpenraum und rings um das Mittelmeer. Daher schickt Gentemann stets einen Gruß aus der Bar zu den Gästen ins angeschlossene Restaurant, meist abgestimmt auf das Amuse-Gueule der Küche: »So führen wir die Gäste an die Vielfalt und Freude am Aperitif heran.«
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