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Wer Oberösterreich sagt, muss auch Knödel sagen. Denn ohne die prall gefüllten Kügelchen und Kugeln geht zwischen Böhmerwald und Dachstein gar nichts. Und das schon seit Jahrtausenden, als sich unsere Ururur-Ahnen lange vor Christi Geburt überlegten, wie man Mehl, Wasser und all das, was da so in ihrer Umgebung wuchs und gedieh, zur Abwechslung einmal miteinander kombinieren könnte. Wann nun der Speck wirklich in die Knödel kam, darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen. Fest steht hingegen, dass alte oberösterreichische Kochbücher das Thema »Knödel« bereits großzügigst abhandeln. Von Kapaunen- und Hirnknödeln ist etwa im wegweisenden »Linzer Kochbuch« aus dem Jahr 1837 die Rede, von Krebs- oder Scherrübenknödeln – und natürlich von Mehl-, Grammel- sowie Speckknödeln, den eigentlichen Stars des oberösterreichischen Speisekanons. Schließlich ist die Küche des Landes ob der Enns eine vor allem bäuerlich geprägte, an der sich nichtsdestotrotz geistige Kaliber wie Adalbert Stifter und Anton Bruckner nicht sattessen konnten.
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