Der Chardonnay wurde erst 1991 in Deutschland zugelassen. Jetzt kommen die damals gepflanzten Reben in ein interessantes Alter.

Die Sieger der Chardonnay Trophy 2019

Ulrich Sautter, 09.07.2019

Lange schien der Chardonnay hierzulande zu fremdeln. Doch nun hat sich etwas getan: Den Weingütern Wageck, Friedrich Becker und Dr. Heger gelingen straffe, mineralische Weine mit prägnantem Ausdruck.

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Und damit kommen wir zur Gegenwart und zur Falstaff Chardonnay Trophy des Jahres 2019 – der ersten, die Falstaff Deutschland durchgeführt hat. Das erste und wichtigste Fazit, das man aus der Verkostung von 116 Chardonnays aus ganz Deutschland ziehen kann: Die Spitze hat an Breite gewonnen. Die Winzer beherrschen den gerade beim Chardonnay so schwer zu meisternden Holzeinsatz immer besser. Dabei schmecken die besten Weine gar nicht einmal nach Burgund. Sie schmecken nach Bissersheim, Schweigen, Ihringen und so weiter. Sie sind burgundisch in ihrer Konzentration auf den Lagenausdruck und darin, dass sie auf Reifepotenzial vinifiziert sind. Aber sie sind dennoch Pfälzer Originale, badische, rheinhessische und so weiter. Das sich nach und nach einstellende Alter der Reben lässt uns heute endlich verstehen, was einen großen Chardonnay ausmacht. Und dass er auch hierzulande gelingen kann.

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