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Vor genau 139 Jahren stellte ein gewisser Hermann Müller aus dem Kanton Thurgau eine neue Rebsorte vor: den Müller-Thurgau. Benannt wurde die Rebsorte nach dem Züchter und dessen Heimatkanton. Müller war damals an der renommierten deutschen Forschungsanstalt für Weinbau in Geisenheim tätig und wollte nicht, dass die Rebsorte in seinem Heimatland Schweiz unter diesem Namen bekannt wird, weshalb er ihr den Namen Riesling x Sylvaner gab. Genau deshalb ging man lange davon aus, dass die Sorte auch aus diesen Sorten gezüchtet wurde. Im Jahr 2000 wurde jedoch mittels Genanalyse festgestellt, dass dies ein Irrtum war. Statt Riesling und Sylvaner waren es Riesling und Madleine Royal, die Müller kreuzte. Hierzulande hält sich die Bezeichnung jedoch bis heute.
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