Malerischer Herbst in Barolo: Oben färbt der Wein sich bunt, unter der Erde wächst die weiße Trüffel.

Die Top 10 im Piemont: Winzer & Weine

Othmar Kiem, 07.09.2018

Die Hügel um die Stadt Alba sind im Herbst ein Hotspot für Genießer. Das verdankt das südliche
Piemont auch den beiden Königsweinen, die hier angebaut werden – Barolo und Barbaresco.

Werbung

Für eine Flasche Barolo Monfortino muss man schon recht tief in die Tasche greifen. Gut 1000 Euro kostet der edle Tropfen, womit der Monfortino nun auch endgültig zum erlauchten Kreis der Kultweine gehört. Erzeugt wird der Monfortino am Weingut Giacomo Conterno, das in dritter Genera­tion von Roberto Conterno geführt wird. »Mein Großvater Giacomo erzeugte erstmals 1924 einen Monfortino. Seine Idee war, aus selektionierten Trauben einen langlebigen Barolo zu machen«, erzählt Conterno. Wie damals üblich, stammten die Trauben nicht aus eigenen Weinbergen, sondern wurden von Weinbauern im Ort zugekauft. Der Name Monfortino ist geblieben, geändert hat sich lediglich die Herkunft der Trauben. 1974 erwarb Robertos Vater ­Giovanni Weinberge in der Lage Francia in Serralunga. Von 1978 bis 2014 stammten die Trauben für den Monfortino alle aus dieser Monopol-Lage. 2008 kaufte Roberto Weinberge in der Lage Cerretta und 2015 schließlich in der Lage Arione: insgesamt 23 Hektar, alle in der Gemeinde Serralunga, die bekannt dafür ist, dass von dort die strukturiertesten und langlebigsten Barolos kommen. Nach langer Maischestandzeit reift der Wein in großen Holzfässern – in der Regel acht Jahre, je nach Jahrgang aber manchmal auch länger bzw. kürzer.

Weiterlesen

Werbung