Eine neue Dämmerung erhebt sich über den Weinbergen: Müssen Rebsorten weichen, denen es zu warm wird?

Diesen Effekt hat der Klimawandel auf den Weinbau

Ulrich Sautter, 29.07.2022

Wächst bald im Rheingau kein Riesling mehr, in der Wachau kein Grüner Veltliner und in Burgund kein Pinot Noir? Die Forschung rät zur Vorsicht bei Prophezeiungen. Sicher ist aber: An vielen Orten steht die Tür für wärmebedürftigere Sorten weit offen.

Werbung

Als ich 1969 bei Ridge an­fing«, erinnert sich Paul Draper, der Mastermind des ruhmreichen kalifornischen Weinguts, »gab es vielleicht drei- oder viermal im Sommer Nebel. Von unseren höchsten Weinbergen im Monte Bello Estate auf 700, 800 Metern sieht man den Pazifik, von dort ziehen diese Nebel herauf. Irgendwann, etwa vor 25 Jahren, bemerkte ich, dass sie häufiger wurden, und heute zählen wir jeden Sommer 20 oder 25 solcher Tage.«

Weiterlesen

Werbung