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Die Witterung im Weinjahr 2011 war in Bordeaux gelinde gesagt chaotisch – der Winter sehr kalt und einer der trockensten der letzten zehn Jahre, der März derart warm, dass die Reben bereits Anfang April Knospen ansetzten. Ein herrliches Frühjahr, in den Weingärten herrschten große Trockenheit und historische Hitze. Bis zum Juni lagen die Temperaturen 40 Tage lang über 25° Celsius, am 26. und 27. Juni ließen 40° Celsius die Rebberge glühen. Der Sommer brachte das traditionelle atlantische Wetter zurück, zwischen 14. Juli und 15. August gab es kühle und regnerische Tage, der »Vorsprung« aus dem Frühjahr wurde egalisiert. Die Winzer waren bis zum Schluss gefordert, nur wer ständig arbeitete, erntete den Lohn für seine Mühen. »Das war ein enorm sportlicher Jahrgang. Die Frage über Erfolg oder Niederlage wurde eindeutig im Weingarten entschieden«, sagt Bruno Borie, Besitzer von Château Ducru-Beaucaillou.
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