Zwischen den beiden Whisky-Verbänden aus Schottland und England ist ein Streit um die Integrität des Single Malt entbrannt.

Englische Ambition und schottischer Ärger: neuer Streit um den Single Malt

Alexander Thürer, 10.03.2025

Die 2022 gegründete »English Whisky Guild« strebt Großes an: eine eigene geschützte Herkunftsangabe für ihre Whiskys. Die Schotten zeigen sich darüber jedoch »not amused« und sehen den Single Malt in Gefahr.

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Bereits in der Vergangenheit hat sich Scotch Whisky Association (SWA) äußerst streitbar gezeigt, sobald am Horizont nur der kleinste Schatten einer Gefahr für ihre wohl behütete Whisky-Kategorie auftauchte. Kleine, nicht-schottische Brennereien wie Glen Els oder Glen Buchenbach, die aufgrund ihres Namenszusatzes »Glen« mit Klagen überzogen wurden und so zu einer Umfirmierung gezwungen wurden, können davon ein Liedchen singen. Wehe dem, der dem schottischen Single Malt zu nahe kommt! Nun braut sich seit Mai 2022 jedoch eine neue Bedrohung zusammen, welche erneut das Potential hat, die Schotten auf die Zinne zu treiben. Diesmal sind es aber nicht irgendwelche impertinenten Festlandseuropäer, deren »kulturelle Aneignung« es zu bekämpfen gilt, es ist viel schlimmer: es sind die Engländer, die auf einmal ihr eigenes Whisky-Süppchen kochen und sich dieses sogar noch schützen lassen wollen.

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