Loïc Pasquet, der den »Liber Pater« für 4000 Euro pro Flasche verkauft, wurde wegen Betrugs schuldig gesprochen.

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Die Weine von Loïc Pasquet, die dieser unter dem Namen »Liber Pater« anbietet nicht zu kennen, ist keine Schande. Denn diese Produkte, die aus der Region Graves stammen sollen, werden unter der einfachen Appellation Bordeaux AC angeboten und das einzige, was an den Flaschen glänzend gemacht ist, sind die Etiketten. Seit rund einem Jahrzehnt sind diese Weine an vielen Weinkennern völlig spurlos vorübergegangen, selbst Fachjournalisten mit Hauptfach Bordeaux haben diese Weine noch niemals getrunken. Vermarktet werden diese Kreszenzen angeblich im Export nach Russland und China. Anders als bei den richtigen Kultweingütern à la Château Pétrus kann man den »Liber Pater« völlig problemlos via Homepage bestellen. Der Preis pro Flasche, egal ob rot, weiß oder süß, und auch unabhängig vom Jahrgang, beträgt exakt 4000 Euro pro Bouteille. Die Qualität, nein, um die kann es da nicht gehen. Robert Parker, der dem großen Jahrgang 2010 in Rot mit 90 Pünktchen bewertet und diesen Wein als den besten bezeichnet, den er bisher von diesem Weingut verkostet hat, kommentiert folgerichtig: »One of the most expensive non pedigree wines of Bordeaux, and to my way of thinking, absurdly overpriced.«

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