Espresso Italiano: Un amore per sempre

Tobias Müller, 25.10.2019

Berlusconi, Wirtschaftskrise, verpasste Fußball-WM – Italien hat es in den letzten Jahren nicht leicht gehabt. Vielleicht am schlimmsten: Machen andere Länder plötzlich besseren Kaffee?

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Die teuersten Bohnen der Welt werden in Oslo oder Melbourne geröstet und in sogenannten Third-Wave-Cafés in Shanghai, Stockholm oder Tokio serviert. Barista-Weltmeister kommen aus Südkorea oder Polen, das Internet ist voll von Latte-Art-Bildern (wer wollte nicht schon immer einmal sein Porträt in Milchschaum statt in Öl sehen?), und das »Noma«, das berühmteste Restaurant der Welt, serviert keinen Espresso, sondern Filterkaffee. So wie bei jedem überhitzten Trend (Naturwein, Craft-Bier) ist auch beim Third-Wave-Kaffee jede Menge Untrinkbares dabei. Aber selbst manch Italiener räumt mittlerweile zerknirscht ein: Die richtig guten dieser modernen Kaffees sind eine andere Liga. Qualität, die es so bisher nicht gegeben hat. Sie mit klassischem italienischen Espresso zu vergleichen ist ein wenig so, wie soliden Landwein neben großen Burgunder zu stellen.

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