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Die Winzer reichten zur Degustation rund neunzig Weine ein. Beurteilt wurden diese von einer dreiköpfigen Jury aus Konrad Bernath, ehemaliger Professor für Önologie an der ZHAW, Ulrich Sautter, Chefredaktor Falstaff Deutschland und Martin Kilchmann, Chefredaktor Falstaff Schweiz. Die Aromen- und Geschmackspalette der Weine reichte von würzig-muskatigen Riesling-Silvanern über zitrusfruchtige Versionen bis hin zu sauvignon-blanc-artigen Weinen, denen mit Aromahefen auf die Sprünge geholfen worden war. Für Diskussionen in der Jury sorgte der Restzuckergehalt vieler Weine. Etliche wirkten leicht süß, obwohl sie als trocken deklariert worden waren. Andere wurden korrekt für die Kategorie »halbtrocken« angemeldet, weisen dies – von Gesetzes wegen sind die Winzer dazu nicht verpflichtet – auf dem Etikett aber nicht aus. Wie soll sich da der Konsument, der den betreffenden Winzer und seine Weinstilistik nicht kennt, zurechtfinden? Es wäre in seinem Interesse zu wünschen, dass eine Deklarationspflicht eingeführt würde.
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