Frankreich: Schinken in Kathedrale wird zur Staatsaffäre

Anna Wender, 04.11.2024

Was als kreative Idee des Bischofs zur Finanzierung der Kathedrale begann, hat sich inzwischen zur Staatsaffäre entwickelt – jetzt streiten Denkmalschutzbehörden und die Kulturministerin über Tradition, Kulturerbe und Gastronomie.

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In der pittoresken Stadt Saint-Flour, die hoch oben im französischen Zentralmassiv thront, schwelt ein ungewöhnlicher Konflikt: Der örtliche Bischof, angeregt von der Idee, eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen, ließ vor über zwei Jahren Schinkenkeulen in einem der beiden Glockentürme der gleichnamigen Kathedrale aufhängen. Jährlich reiften so etwa 60 Schinken, die unter dem Namen »Florus Solatium« sowohl in lokalen Feinkostläden als auch in Gourmetrestaurants verkauft wurden – und großen Anklang fanden.

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